Lernkultur

Kulturen des Lernens gab es zu allen Zeiten.

Wer – dem Leitbild einer Schule als lernender Organisation folgend – eine LERNKULTUR FÜR HEUTE UND MORGEN beschreiben will,

  • versteht Lernen als einen notwendig eigenaktiven und konstruktiven Prozess,
  • erkennt deshalb eine veränderte Rolle der Lernenden an, die mehr und mehr selbst Verantwortung für ihr Lernen übernehmen und es auch selbst steuern,
  • sieht die neue Rolle der Lehrenden, die zu Moderatoren und Lernbegleitern werden,
  • nutzt vielfältige Methoden, die den Lernenden eigenaktives und selbstverantwortliches Lernen ermöglichen, und
  • begreift die Chancen vielfältiger Lernorte: Arbeitsplätze, Museen und Bibliotheken werden ebenso selbstverständlich genutzt wie virtuelle Lernorte.

Im Schulalltag der Oberschule Briesen wird eine so verstandene Lernkultur vor allem in zwei Formen entwickelt: in regelmäßigen Freiarbeitsphasen und Praxislerntagen.

Individualisierte Lernangebote in Form von Freiarbeitsphasen werden vom unmittelbaren Beginn der Oberschule an unterbreitet. Hierdurch werden die in der Sekundarstufe I-Verordnung benannten Einführungstermine für differenziertes Arbeiten in Deutsch, Englisch und Mathematik deutlich nach vorn verlegt. Fünf Wochenstunden stehen für Freiarbeit zur Verfügung.

Wöchentliche Praxislerntage sind fester Bestandteil des Stundenplans der Schule. Sie bieten nicht nur Orientierungswissen über die ganze Breite der Berufsfelder (Industrie, Handwerk, Landwirtschaft…), sondern gestatten den Jugendlichen zusätzlich erste Arbeitserfahrungen und praktisches Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Praxislerntage und -wochen sind motivierende Einschübe in den Schulalltag, die die Nützlichkeit des erworbenen Wissens erlebbar werden lassen.

Pädagogischer Impulsgeber: Das Netzwerk Archiv der Zukunft

Das Netzwerk Archiv der Zukunft ist neben dem Schulverbund Blick über den Zaun und der Akademie des deutschen Schulpreises eines der großen deutschen Netzwerke, die sich schulischer Erneuerung und der Beförderung des Lernkulturwandels verpflichtet sehen. Motor des Netzwerkes ist der Hamburger Dokumentarfilmer Reinhard Kahl, dem wir Filme wie „Treibhäuser der Zukunft. Wie in Deutschland Schulen gelingen“ verdanken.

Das Netzwerk zählt gegenwärtig mehr als 1300 Mitglieder, die die Überzeugung eint, dass sich Lust und Leistung beim Lernen nicht ausschließen. Die im Netzwerk zusammengeschlossenen Menschen und Institutionen sehen im Übergang von der Belehrung zum Lernen einen Wandel, der in der ganzen Gesellschaft ansteht.

zuletzt geändert am: 09.10.2009